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Sonntag, 1. September 2013

Mit Staunen und Zittern

Name: Mit Staunen und Zittern
Autor: Amélie Nothomb
Seitenzahl: 150
Verlag: Diogenes
ISBN:  978-3-257-23325-4
Bücherreihe: /
Preis: 8,90 €
Klappentext:
Sie hat es sich selbst eingebrockt: Aus Übermut und Neugier hat Amélie eine Stelle beim japanischen Unternehmen Yumimoto angenommen. Dort lernt sie zwar nichts über Buchhaltung, dafür wird Ihr ein Crash-Kurs in Sachen Hierachie erteilt. Eines ist von Anfang an klar: Eine Frau, zumal eine aus Europa, kann nur ganz unten einsteigen. Und noch tiefer fallen.

Meine Meinung:
Ein gutes Buch von Amélie Nothomb, das man relativ schnell durchgelesen hat. Die Geschichte ist gut geschrieben, man liest, was in ihrem einjährigen Beschäfitungsverhältnis alles geschieht. Das Buch hat als Handlungsort nur die Firma Yumimoto. Die Sprache ist gut gewählt, japanische Ausdrücke werden übersetzt. Die Dialoge sind typisch für sie - leicht verständlich und führen leicht dazu, dass man sich selbst mitten im Gespräch vorfindet.
In diesem Buch lernt man außerdem, wie die Gesellschaft in Japan in etwa funktioniert, wie eine Firma in Japan aufgebaut ist und wie tief man fallen kann. Und auch, dass es ein Unterschied ist, ob man ein Mann oder eine Frau ist. Ein gelungenes Werk.

Fazit:
Ein gutes Werk über die Gesellschaft Japans. 

Montag, 26. August 2013

Effi Briest

Name: Effi Briest
Autor: Theodor Fontane
Seitenzahl: 364
Verlag: insel taschenbuch
ISBN: 3-458-35204-X
Bücherreihe: /
Preis: 6,50 €
Klappentext:
>>... ob sie nicht doch vielleicht zu jung war? <<
Fontanes großer Roman erzählt die wahre Geschichte der Effi Briest, die den prinzipientreuen Baron von Instetten heiratet und schließlich an den starren gesellschaftlichen Konventionen ihrer Zeit zerbricht.

Meine Meinung:
Die Sprache ist, wie man es von Fontane gewohnt ist, gut gewählt und sehr sachlich. Am Anfang braucht man vielleicht ein paar Zeilen, bis man sich an seine Ausdrucksweise gewöhnt hat. Die Dialoge sind gut aufgebaut und das Leben von der jungen Effi Briest wird realistisch vermittelt.
Effi heiratet Instetten, der viel älter als sie selbst ist und der eigentlich früher schon ihrer Mutter den Hof gemacht hat. Doch ihre Mutter hatte schließlich einen anderen Mann geehelicht und somit ist nun Effi Jahre später die Frau von Instetten geworden. Er bietet er ein neues Leben mit viel Geld, doch so recht kann sie in ihrer Rolle nicht aufgehen.

Fazit:
Ein Muss für Literaturliebhaber.


Dienstag, 6. August 2013

Feuchtgebiete



Titel: Feuchtgebiete
Originaltitel: Feuchtgebiete
Autor: Charlotte Roche
Seitenanzahl: 219
Verlag: Ullstein Taschenbuchverlag /  Dumont Buchverlag
ISBN: 3548280404
Buchreihe: /
Preis: 10,30€

Klappentext:
Nach einer missglückten Intimrasur liegt die 18-jährige Helen auf der Inneren Abteilung von Maria Hilf. Sie wartet auf den Besuch ihrer geschiedenen Eltern, in der irren Hoffnung, die beiden könnten sich am Krankenbett der Tochter endlich versöhnen. Unterdessen nimmt sie jene Bereiche ihres Körpers unter die Lupe, die gewöhnlich als unmädchenhaft gelten, und lässt Krankenpfleger Robin die Stellen fotografieren, die sich ihrem neugierigen Blick entziehen. Nebenher pflegt sie ihre Sammlung von Avocadokernen, die ihr auch in sexueller Hinsicht wertvolle Dienste leisten. Selbst wenn Helens Besessenheit eine Notoperation nötig werden lässt - ihr ungestümer Witz und ihre Wahrhaftigkeit machen sie zu einer Sensation nicht nur auf der Station des Krankenhauses. Sie spricht aus, was andere nicht einmal zu denken wagen.

Analyse:
Die gewählte Erzählform ist die erste Person, der Ich-Erzähler wechselt sich nicht mit der 3. Person ab und bleibt stehts bestehen. Das Buch ist in manchen Passagen jedoch mehr Monolog und ein Dialog mit der eigenen Person selbst, als wie ein gewöhnlicher Roman. Die Icherzählerin ist Helen, die auch die Protagonistin des Werkes ist. Die Lesbarkeit des Buches ist zwar gegeben, jedoch ist es sehr oft schwer mitzuverfolgen, in welcher Zeitspanne man sich gerade befindet, da die Autorin viele Dinge der Vergangenheit aufschnappt und diese meist ohne Zusammenhang erwähnt. Die Dialoge sind strukturiert und die gewählte Sprache lehnt sehr an der Alltagssprache an, wobei auch Begriffe verwendet werden, die zwar aus dem Alltag bekannt sind, aber nicht so exzessiv verwendet werden, wie in diesem Buch. Die Charaktere sind glaubhaft dargestellt, wenn auch nicht sonderlich sympathisch, besonders die Protagonistin kann mit der Zeit sehr anstrengend werden und einem ziemliche Nerven rauben. Manche Szenen können als erotisch gedeutet werden, jedoch sind sie meist mit einer gewissen Kuriosität ausgestattet und ecken ebenfalls wieder an, was für so manchen Leser zum Problem werden kann. Auch in solchen Situationen wird die Alltagssprache verwendet und es wird nichts durch den Ausdruck verschönert. Der Stil der Autorin ist sehr eigen, sofern man von Stil sprechen kann. Ihre Aussagen sind nicht immer Aussagen und alleine die sehr eigen eingesetzten Grammatikkenntnisse können sehr stören. Auch die Handlung selbst ist sehr eigen und treibt das Ekelgefühl des Lesers steil nach oben. Die Protagonistin erscheint durch ihre mangelnde Hygiene einfach nur als ekelhafte Person, um die man im normalen Leben einen großen Bogen machen würde.

Eigene Meinung:
Dieses Buch ist eines der Schlechtesten die ich jemals gelesen habe. Der Stil der Autorin ist für mich furchtbar und kaum lesbar, jeder einzelne Satz ist eine Mühe. Auch die Protagonistin ist sehr eigen und für mich einfach nur ekelerregend. Die Handlung hat mir überhaupt nicht gefallen, ebenso wenig wie die Widerlichkeiten, die Helen immer wieder einfielen. Kaum glaubte man, dass es ekelhafter nicht mehr geht, konnte sie dies durch eine weitere Aktion übertreffen, weshalb ich beim Lesen oft eine Pause einlegen musste. Für zarte Gemüter, zu denen ich eigentlich nicht gehöre, ist dieses Buch absolut nichts und ich habe es auch nur deshalb zu Ende gelesen, weil ich eine Hoffnung auf eine Besserung hatte. Doch ich wurde enttäuscht und bereue jede Sekunde, die ich mit diesem Buch verschwendet habe und kann nicht verstehen, dass manche Leser durchaus begeistert sind oder dieses Buch sogar erotisch finden können. Vor allem der Stil war ein sehr großes Problem für mich, sofern man bessere, gängigere Stile gewohnt ist, kann so eine Ausdrucksform sehr mühsam werden. Ich würde dieses Buch auf keinen Fall noch einmal lesen.

Fazit:
Absolut nicht empfehlenswert. 



Freitag, 8. März 2013

Alle sieben Wellen

Name: Alle sieben Wellen
Autor: Daniel Glattauer
Seitenanzahl: 219
Verlag: Goldmann
ISBN: 978-3-442-47244-4 WG 2110
Bücherreihe: Fortsetzung von Gut gegen Nordwind
Preis: 8,99€

Klappentext:
>>Wie es nun weitergehen soll, Leo? – Weiter wie bisher. Wohin? – Nirgendwohin. Einfach nur weiter. Du lebst dein Leben. Ich lebe mein Leben. Und den Rest leben wir gemeinsam.<<

Eigene Meinung:
Da mich der Schluss von Gut gegen Nordwind nicht angesprochen hat, habe ich mich sehr über die Fortsetzung „Alle sieben Wellen“ gefreut. Und ich wurde nicht enttäuscht – Leo und Emmi waren charmant wie immer und die Fortsetzung ist ein gelungenes Nachfolgewerk des ersten Teiles und schließt die Liebesgeschichte von Emmi und Leo würdig ab. Da der erste Teil jedoch, meiner Ansicht nach, interessanter und besser geschrieben war, erhält dieses Buch einen halben Stern abzug.
Über diese Fortsetzung war ich sehr froh, denn der Schluss des Vorgängers hatte mir, wie bereits erwähnt, nicht imponiert. Leo, der nun wieder in Emmis Leben tritt und einige Probleme mit sich bringt, trifft erneut auf Emmi, die zuerst ein wenig skeptisch reagiert und eigentlich noch immer recht verletzt ist. Doch auch die alten Gefühle für einander werden wieder aufgewärmt, was mir sehr gut gefallen hatte war, dass dieser Schluss (auf den ich aus Spoilergründen nicht eingehen werde) mehr oder weniger keine Fortsetzung mehr offen hält und man die Liebesgeschichte der Beiden gut abschließen kann.

Fazit:
Eine gute Fortsetzung. Lesenswert.

Samstag, 26. Januar 2013

Gut gegen Nordwind

Name: Gut gegen Nordwind
Autor: Daniel Glattauer
Seitenanzahl: 223
Verlag:Goldmann
ISBN: 978-3-442-46586-6 WG 2110
Bücherreihe: / (es gibt aber eine Fortsetzung)
Preis: 7,95€

Klappentext:
 >> Schreiben Sie mir, Emmi.
Schreiben ist wie küssen, nur ohne Lippen.
Schreiben ist küssen mit dem Kopf. <<

Emmi Rother möchte per Email ihr Abo der Zeitschrift >>Like<< kündigen, doch durch einen Tippfehler landen ihre Nachrichten bei Leo Leike. Als Emmi wieder und wieder Emails an die falsche Adresse schickt, klärt Leo sie über den Fehler auf. Es beginnt ein außergewöhnlicher Briefwechsel, wie man ihn nur mit einem Unbekannten führen kann. Auf einem schmalen Grad zwischen totaler Fremdheit und unverbindlicher Intimität kommen sich die beiden immer näher – bis sie sich der unausweichlichen Frage stellen müssen: Werden die gesendeten, empfangenen und gespeicherten Liebesgefühlen einer Begegnung standhalten? Und was, wenn ja?

Eigene Meinung:
Obwohl der Schreibstil dieses Buches sehr eigenwillig ist und sehr von dem gewöhnlichen Schreibstil von Büchern abschweift ist es sehr gut zu lesen. Es ist in Email Form geschrieben und beinhaltet sonst keine anderen Handlungen. Der Schlagabtausch zwischen Leo und Emmi ist amüsant mitzuverfolgen und auch der Rahmen, in welchen Beide leben und aus welchen sie mit ihren Emails ausbrechen wird gut erläutert.
Zur Handlung selbst ist nicht sonderlich viel zu sagen: eine Liebesgeschichte, die einen ungewöhnlichen Verlauf nimmt. Der Umgang der Beiden miteinander und das leidige Thema, ob sie sich denn je begegnen können oder werden - oder auch nicht - ist ein großer Punkt in diesem Buch. Mir persönlich gefiel die unterhaltsame Art der E-Mails sehr gut und auch, dass man nur durch E-Mails erfährt, in welchen Welten die verschiedenen Charaktere leben. Ebenfalls witzig fand ich, wie die Beiden sich versuchten sich gegenseitig zu beschreiben und dem Gegenüber ein Aussehen zu geben - ohne das Gegenüber jeweils gesehen zu haben.

Fazit:
Ein Muss für jeden Literaturliebhaber.